VERIN & ∆AIMON (feat. Chris Vaughn) – Come Down

Come Down, entstanden im Andenken an den früh verstorbenen Ras Dva Records-Gründer Ric Laciak, ist ein schöner song, und jetzt als Album mit gleich neun Remixen erschienen.


Zugegeben, es gehört etwas Ausdauer dazu, sich zehn Versionen des gleichen Songs anzuhören – aber erstaunlicherweise ist keine davon schlecht. Das Original lebt von der harmonischen Verwebung zwischen doomig-rauen und wavig-sanften Bestandteilen, und keiner der Remixe zerstört diese Dynamik zugunsten stumpfen, für den Club optimierten Stampftakts. Man bleibt also tatsächlich das ganze Album über von der üblichen ClubMix-Pest verschont. Was nicht heissen soll, das einige der Remixe nicht ordentlich Power hätten, wie zum Beispiel der von Flesh Welder.


Natürlich kann man bei neun Remixen nicht erwarten, daß alle herausragend sind und sofort im Ohr bleiben, und einige sind auch eher dezent in ihrer Bearbeitung des Materials. Anderen hingegen gelingen sehr spannende und überraschende Neuinterpretationen, so zum Beispiel Chrysalide-Member Amnesy, der einen zunächst mit einem simplen Synth-Klängen in Sicherheit wiegt, um dann in der zweiten Hälfte eine brachiale (und brachial gute) Noise-Wand loszutreten.


Erschienen ist das Remix-Album bei Audiotrauma und auf bandcamp als Pay what you like erhältlich – ohne Untergrenze, also wenn man grade kein Kleingeld hat auch umsonst.
Mir war es durchaus ein paar Euro wert.

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