Schlagwort Archiv: 2015

Architect – Neon

Die Woche fängt gut an, denn es gibt eine neue EP von Daniel Myer.

Daniel Myer zählt zweifellos sowohl zu den genialsten als auch zu den produktivsten Köpfen in der elektronischen Musik. Was für mich Architect zu dem interessantesten seiner diversen Projekte macht ist die Unbeschwertheit, mit der er hier außerhalb der Schubladen agiert. Man traut sich kaum noch, Architect irgendeinem spezifischen elektronischen Genre zuzuordnen. Und seit Emese Arvai-Illes auf dem Vorgängeralbum Mine als Sängerin dazu kam, hat Architect sich noch weiter von irgendeinen ‚typischen‚ Sound entfernt, während er mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit die verschiedensten Einflüße integriert. Diese Entwicklung findet mit Neon seine gelungene Fortsetzung.
Zu den diversen Remixen auf der EP kann ich an dieser Stelle noch nichts sagen, die wollen erst noch in Ruhe angehört werden…

Wychdoktor – The Conjuration

Wychdoktor aus Ontario hat gerade sein drittes Album Hexen veröffentlicht, und es ist ein ziemlicher Hammer. Ein perfektes Beispiel dafür, daß man harten, Club-tauglichen noisen machen kann, ohne stumpfsinnig zu werden oder auf Atmosphäre zu verzichten. Voodoo Industrial vom feinsten.

Gore Tech – Futurphobia

Gore_Tech_FuturphobiaAuch über 30 Jahre nach seinem Erscheinen wird Neuromancer noch fleissig zitiert und gesamplet – vielleicht sollte man die ganzen Musiker mal darauf aufmerksam machen, das William Gibson inzwischen zehn weitere bemerkenswerte Romane geschrieben hat, die man mal ausschlachten könnte?

Egal – das Intro zu Futurphobia mag vielleicht nicht sonderlich originell sein, aber es erfüllt seinen Zweck und baut den Kontext für das folgende, ansonsten ohne Text auskommende Album auf.

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