Schall

Jede Woche einen guten track.

Youth Code – Commitment to Complications

Wenn eine Band bereits bei ihrem Debutalbum mit einem eigenen, unverwechselbaren Stil in Erscheinung tritt und damit (verdienterweise) Erfolg hat, so lastet ein gewaltiger Erwartungsdruck auf der zweiten Platte. Und so hab ich auch gleichermassen gespannt wie nervös auf Commitment to Complications gewartet. Es hat sich gelohnt: Youth Code ist weder in die Falle getappt, einfach ‚mehr desselben‘ abzuliefern, noch haben sie sich von der erhöhten Aufmerksamkeit (die ihnen spätestens seit ihrer Tour mit Skinny Puppy und Haujobb zu teil wird) und dem zweifellos größeren Budget dazu verleiten lassen, sich in ’sichere‘ Genre-Formen pressen zu lassen.
Nein, Commitment to Complications ist unverkennbar Youth Code und gleichzeitig ein großer Schritt nach vorne.

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Circuitnoise – Uninitialized Memory Access

Ich freue mich ja immer besonders, wenn es mal wieder eine neue Platte von einem Projekt aus meiner im Bezug auf Industrial eher unterversorgten Ecke Deutschlands vorzustellen gibt. Und zu meiner Freude erschien dann ausgerechnet an meinem Geburtstag Corrupted Cloud Transmissions. Jens Rosenfeld alias Circuitnoise aus Darmstadt hat es mir allerdings mit dem Reinhören nicht ganz einfach gemacht – als der Bandcamp-Player mir „streaming client out of sync“ anzeigte, checkte ich erstmal fluchend meine Browesereinstellungen – bis ich endlich kapierte, dass das der Titel des ersten Songs war und ich einfach auf ‚play‘ drücken konnte. Ha!

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Youth Code – Transitions

Momentan warte ich auf das zweite Youth Code-Album mit so viel Spannung und Neugier wie schon lange nicht mehr auf eine Platte. Commitement to Complication ist auf jeden Fall schonmal ein schöner Titel und inzwischen gibt es einen ersten Track als Preview.
Transitions ist unverkennbar Youth Code, kommt aber mit einem wesentlich dichter klingenden Sound daher als man es bis dato gewöhnt war. Und wenn der Rest des Albums so ausfällt, werde ich sicherlich nicht enttäuscht sein.

SECAM Kino – Descending From Above

Chondritic Sound ist auch so eine rätselhafte Entität. Alle paar Monate erscheint ein Schwung liebevoll gestalteter Tapes von Künstlern, über die auch google oft wenig zu sagen hat, die aber einen ganz typischen, minimalistisch-noisigen LowFi-Sound produzieren. Darunter immer wieder kleine Perlen wie Destined Ages von SECAM Kino, mein Favourit aus der aktuellen Chondritic-Ladung.

Iszoloscope – False Vacuum

Iszoloscope_FalseVacuumSechs Jahre hat Iszoloscope auf ein neues Album warten lassen – und das warten hat sich gelohnt: False Vacuum ist sensationell gut geworden. Ich gehe jetzt schon jede Wette ein, daß sich False Vacuum im Dezember auf den meisten ‚best of 2016‚-Listen wiederfinden und nach lange darüber hinaus ein relevanter Meilenstein sein wird.

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