Archiv des Autor: Martin

Worms of the Earth – The Nightside of Creation

Wüstenwinde und orientalische Klangfragemente umspielen kräftige Minimal-Rhythmen: Worms of the Earth wagt sich mit The Nightside of Creation in ungewohnt technoide Gefilde vor – aber nie zu weit für meinen Geschmack.

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Michael Idehall – No Man’s Land

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Wenn es die letzten Wochen hier in der Zentrale ziemlich still war, dann lag es daran dass ich viel unterwegs war und wenig Zeit hatte, mich um eigengrau zu kümmern. Wir entschuldigen uns für die Sendepause und nehmen nun den regulären Betrieb wieder auf.

Michael Idehall war für mich die große Überraschung des Jahres 2015, und entsprechend gespannt war ich auf sein nächstes Album. Nun ist No Man’s Land erschienen und knüpft stilistisch und qualitativ nahtlos an den Vorgänger Deep Code Sol an.

Idehals Kompositionen basieren überwiegend auf Klangmaterial, wie man es oft eher in Noise-Gefilden findet: Tiefes verrauschtes Dröhnen, knisternde Oszillationen, Tschirpen und Schleifen übersteuerter analoger Schaltkreise. Aber dieses Rohmaterial wird hier auf wundersame Weise zu kultisch anmutenden Beschwörungen arrangiert. Der erdige Sound der tieferen Register und der nahe, dichte Hall wecken die Assozationen von unterirdischen Höhlen oder Tempeln, und kurze Loops werden zu hypnotischen Mantras. Überhaupt ist „hypnotisch“ ein Wort, um das man nicht herumkommt wenn man versucht, Idehals Musik zu beschreiben.

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Youth Code – Commitment to Complications

Wenn eine Band bereits bei ihrem Debutalbum mit einem eigenen, unverwechselbaren Stil in Erscheinung tritt und damit (verdienterweise) Erfolg hat, so lastet ein gewaltiger Erwartungsdruck auf der zweiten Platte. Und so hab ich auch gleichermassen gespannt wie nervös auf Commitment to Complications gewartet. Es hat sich gelohnt: Youth Code ist weder in die Falle getappt, einfach ‚mehr desselben‘ abzuliefern, noch haben sie sich von der erhöhten Aufmerksamkeit (die ihnen spätestens seit ihrer Tour mit Skinny Puppy und Haujobb zu teil wird) und dem zweifellos größeren Budget dazu verleiten lassen, sich in ’sichere‘ Genre-Formen pressen zu lassen.
Nein, Commitment to Complications ist unverkennbar Youth Code und gleichzeitig ein großer Schritt nach vorne.

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Circuitnoise – Uninitialized Memory Access

Ich freue mich ja immer besonders, wenn es mal wieder eine neue Platte von einem Projekt aus meiner im Bezug auf Industrial eher unterversorgten Ecke Deutschlands vorzustellen gibt. Und zu meiner Freude erschien dann ausgerechnet an meinem Geburtstag Corrupted Cloud Transmissions. Jens Rosenfeld alias Circuitnoise aus Darmstadt hat es mir allerdings mit dem Reinhören nicht ganz einfach gemacht – als der Bandcamp-Player mir „streaming client out of sync“ anzeigte, checkte ich erstmal fluchend meine Browesereinstellungen – bis ich endlich kapierte, dass das der Titel des ersten Songs war und ich einfach auf ‚play‘ drücken konnte. Ha!

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Youth Code – Transitions

Momentan warte ich auf das zweite Youth Code-Album mit so viel Spannung und Neugier wie schon lange nicht mehr auf eine Platte. Commitement to Complication ist auf jeden Fall schonmal ein schöner Titel und inzwischen gibt es einen ersten Track als Preview.
Transitions ist unverkennbar Youth Code, kommt aber mit einem wesentlich dichter klingenden Sound daher als man es bis dato gewöhnt war. Und wenn der Rest des Albums so ausfällt, werde ich sicherlich nicht enttäuscht sein.