Monatliches Archiv: Juni 2016

Wulfband – Mann an Mann an Mann

Ich schätze es ja, wenn Schweden guten Oldschool-EBM machen und dabei auf Deutsch halbverständliche markwürdige Texte brüllen. Neben Sturm Café ist Wulfband ein Vertreter dieses sehr speziellen Stils. Viel versteht man bei der neuen Single Mann an Mann an Mann zwar nicht, aber im Video dazu werden Genre-Klischees mal wieder schön aufs Korn genommen, wenn ein Schwarm Gänse wie eine Bomberstaffel aus dem zweiten Weltkrieg inszeniert wird.

Das Neue Universum – Wirres Zeug

Manchmal ist die Veröffentlichungsgeschichte eines Albums allein schon Grund genug, es mal zu erwähnen:

Nach dem ersten Demo von 1992, zerstritt sich die Band bezüglich der Gastsängerin. Sechs Jahre und einige heimliche Sessions später, entschloss man sich, das Demo erneut als Album aufzunehmen. Nur um es dann bis 2001 wieder liegen zu lassen. Es gab einige Demokassetten der 1992er version, eine kleine Promotion-CD-Anzahl, und dann brach die Welt zusammen.

Nach über 20 Jahren nun endlich hier erhältlich: das finale Produkt – das legendäre Album „Konzentration“.

Hat sich das Warten gelohnt?

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Worms of the Earth – The Nightside of Creation

Wüstenwinde und orientalische Klangfragemente umspielen kräftige Minimal-Rhythmen: Worms of the Earth wagt sich mit The Nightside of Creation in ungewohnt technoide Gefilde vor – aber nie zu weit für meinen Geschmack.

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Michael Idehall – No Man’s Land

MichaelIdehal_NoMansLand

Wenn es die letzten Wochen hier in der Zentrale ziemlich still war, dann lag es daran dass ich viel unterwegs war und wenig Zeit hatte, mich um eigengrau zu kümmern. Wir entschuldigen uns für die Sendepause und nehmen nun den regulären Betrieb wieder auf.

Michael Idehall war für mich die große Überraschung des Jahres 2015, und entsprechend gespannt war ich auf sein nächstes Album. Nun ist No Man’s Land erschienen und knüpft stilistisch und qualitativ nahtlos an den Vorgänger Deep Code Sol an.

Idehals Kompositionen basieren überwiegend auf Klangmaterial, wie man es oft eher in Noise-Gefilden findet: Tiefes verrauschtes Dröhnen, knisternde Oszillationen, Tschirpen und Schleifen übersteuerter analoger Schaltkreise. Aber dieses Rohmaterial wird hier auf wundersame Weise zu kultisch anmutenden Beschwörungen arrangiert. Der erdige Sound der tieferen Register und der nahe, dichte Hall wecken die Assozationen von unterirdischen Höhlen oder Tempeln, und kurze Loops werden zu hypnotischen Mantras. Überhaupt ist „hypnotisch“ ein Wort, um das man nicht herumkommt wenn man versucht, Idehals Musik zu beschreiben.

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