Monatliches Archiv: November 2015

Human Traffic – Identity Control Test

Während die erste EP von Human Traffic mich noch nicht zu überzeugen vermochte, gibt es nun mit Identity Control Test einen richtig guten Song des jungen Trios.

Digital Hardcore ist anscheinend doch nicht tot, sondern hat sich in Kansas City versteckt und mutiert da munter vor sich hin. Macht mich sehr neugierig auf das für nächstes Frühjahr angekündigte Album.

Deutsch Nepal – Alcohology

Letzte Woche habe ich noch von alten Deutsch Nepal-Songs geschwärmt, diese Woche gibt es ein neues Album.
DeutschNepal_AlcohologyAlcohology ist ein zunächst etwas befremdlicher Titel – aber das Album ist  unverkennbar Deutsch Nepal von der ersten Sekunde an. Die minimalistischen und dennoch effektiven Kompositionen mit hypnotisch-monotoner Percussion. Der weite, oft metallisch angehauchte Reverb – als stünde man in einer verlassenen Fabrik. Die tiefen, erdigen Sounds darunter – bedrohlich anschwellend, um dann wieder zurück ins Dunkel zu fallen. Die rauhe Stimme des ‚Generals‘, überwiegend getragene, fast sakrale Klage, manchmal jedoch in zornige Zwischenrufe ausbrechend.

Und natürlich ist kaum ein Song kürzer als sieben Minuten.

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Maladroit – Miskatonic Night Pass

Fragt mich nicht, wonach ich eigentlich suchte, als ich über eine Compilation namens Cthulhu Dildonomicon stolperte. Jedenfalls entpuppte diese sich als genau so trashig, wie der Titel erwarten lies: Massenhaft Samples aus schlechten Horrorfilmen und dreckige Elektronik-Experimente mit einer Tendenz zum Breakcore.
Das meiste davon sind eher kuriose Spielereien, aber ein paar tracks brettern tatsächlich gewaltig los. So zum Beispiel Maladroit mit seinem Miskatonic Night Pass.

Achja, die ganze Compilation ist übrigens kostenlos. Kann man sich also ruhig mal runterladen.
Iä! Iä! Fthagn!

Deutsch Nepal – Deflagration of Hell

Wenn ich fast ein Jahr gebraucht habe, um endlich einen Song der Woche von Deutsch Nepal zu posten, so liegt das einzig und allein daran, dass es einfach zu viele Kanditaten gibt. Der ‚General Lina Baby Doll‘ ist für mich eine der ganz zentralen Gestalten, zu dessen Musik ich immer wieder zurückkehre.

Am Ende habe ich mich dann für einen Klassiker entschieden, der auch nach fast 25 Jahren (Oi!) nichts von seiner Wirkung verloren hat. Wie hier mit minimalen Mitteln Atmosphäre und Spannung erzeugt wird, bleibt einfach meisterhaft.