Monatliches Archiv: April 2015

Test Dept. – Fuckhead

Test Dept. scheinen mir – zumindest hier in Deutschland – ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein, und das ist verdammt schade.
In zwei Wochen erscheint ein umfangreiches Buch über die Engländer und zur Einstimmung höre ich zur Zeit häufig The Unacceptable Face Of Freedom – was nicht nur mein klarer Favorit unter den Test Dept.-Veröffentlichungen ist, sondern auch einer der schönsten Album-Namen.

Neben Elektronik und Samples verwendete Test Dept. besonders in der Frühphase allerlei Werkzeuge, Baustellengeräte und Metall-Fundstücke für die oft hochenergetische Percussion – was ihnen die obligatoriischen Vergleiche mit den Einstürzenden Neubauten einbrachte. Das ist so eine ärgerliche Angewohnheit des Musikjournalimus, jede Band, die Altmetall als Instrument benutzt mit den Neubauten zu vergleichen. Dabei wird dann gerne das Spezifische der Bands übersehen – dabei haben die Engländer musikalisch und konzeptionell ganz andere Strategien verfolgt.

Industrial waren sie allerdings zweifellos, und zwar in noch in einer ganz anderen, wörtlichen Bedeutung: (mehr …)

This is not fucking 1977

Manchmal weiß man ganz genau, was man sagen will – aber während man sich noch den Kopf über das wie zerbricht, kommt jemand anders daher und bringt es auf den Punkt.
In diesem Fall Bruce & Alex von I Die : You Die, die mir in einer Folge ihres Podcasts aus der Seele sprechen.

It’s time for an end for controversy for controversies own sake. This scene has been engaging in it for a long-ass time and I’m tired of hearing people invoking Laibach to justify it, I’m tired of people flirting with fascist tropes without anything to back it up, I’m tired of people just trying to piss off the political correct police who are trying to push down their freedom of speech et cetera et cetera.

Industrial has a history of transgressive themes, and I am so on board with that, but fucking Genesis P-Orridge, and the rest of the TG people didn’t sit down to go „Hey, we just gonna do something shocking for its own sake.“ There was an artistry to what they did, because there was a meaning to what they did.

We’re not at a point in our discourse where there is any value in being shocking for its own sake. This is not fucking 1977 in the UK.

Und weil das den Nagel auf den Kopf trifft (und weil mir gerade etwas die Zeit fehlt, um selbst längere Beiträge zu verfassen), lasse ich das einfach mal so stehen.

Überhaupt.

Lest die Seite und hört den Podcast. Good stuff.